Überfordert mit Kindern – mit Wut und Aggression umgehen lernen (Positive Parenting)

Überfordert mit Kindern – mit Wut und Aggression umgehen lernen (Positive Parenting)

Du bist es leid, deinen Kindern gegenüber aggressiv zu sein? Du willst eigentlich ruhig bleiben, aber stattdessen schreist du weiter? Sei beruhigt, Du bist nicht allein. Verwende diese Tipps, um zukünftig deinen Ärger in etwas Positives zu verwandeln.

Ruhe hat etwas positives: Es ist der beste Weg, eine Entscheidung zu treffen. Es ist der beste Weg, um Kinder zu unterstützen, wenn sie einen Zusammenbruch erleben. Es ist der beste Weg, um Trost zu spenden, wenn das Kind verletzt ist. Und es ist schön, wenn wir mit unseren Kindern ruhig und entspannt umgehen können.

Und jeder kennt dieses negative Gefühl, wenn wir unseren Kindern gegenüber aggressiv sind oder schreien. Wenn wir die Nerven verlieren oder wütend auf unsere Kinder werden, flüstert (oder schreit) unsere innere Stimme:

  • „Du bist eine schlechte Mutter / Vater“
  • „Warum schaffst du es nicht ruhig zu bleiben?“
  • „Was fehlt dir?“
  • „Deine Kinder werden eines Tages mit ihrem Therapeuten über deine schlechte Erziehung sprechen müssen“

Ruhig zu bleiben wird oft zur Pflicht. Und genau hier liegt das Problem. Anstatt wirklich ruhig zu bleiben, setzt du lediglich ein falsches, ruhiges Äußeres auf und drückst deine Wut nach innen – nur um sie später in einer anderen Situation heraus zu lassen. Entweder deinem Kind – oder vielleicht deinem Partner gegenüber.

Die Vorteile von Wut

100% der Zeit ruhig und gelassen zu bleiben, ist für jeden von uns kaum möglich. Und das sollen wir ja auch gar nicht. Wir erleben täglich eine Vielzahl von Emotionen. Außerdem sind wir geschaffen, um mit anderen in Gemeinschaft zu leben. Wenn unsere Kinder ein tolles Erlebnis oder einen Glücksmoment haben, dann fühlen wir uns auch emotional.

Beim „Positive Parenting“ geht es nicht darum sich zu weigern die eigenen Gefühle zu akzeptieren.

Es geht darum, bereit zu sein, Emotionen als Teil des Lebens zu akzeptieren. Und dazu gehören nun einmal positive und negative Emotionen.

Vorteile von Wut, Frustration und anderen „negativen“ Emotionen (Schreien, Drohen usw.): Du kannst die Auslöser analysieren und lernen mit diesen Auslösern umzugehen.

Wie man aus Wut lernt

Natürlich ist es nicht gut immer in einem wütenden Zustand zu bleiben oder ihn als „Teil des Lebens“ ab zu tun.

Hier ist meine Empfehlung:

Wenn du das nächste Mal verärgert bist, warten, bis du dich wieder etwas beruhigt hast. Dies kann einige Minuten (oder einige Stunden) dauern.

Beginne mit ein paar tiefen Atemzügen.

Analysiere dann, was vor, während und nach dieser Wut passiert ist. Was war an diesem Tag los, was war in deinem Gehirn, deinem Körper, deiner Umgebung los? Welche anderen Dinge können deine Stimmung oder Reaktion beeinflusst haben? Ein Tagebuch oder ein Notizbuch kann hier helfen – oder das Gespräch mit einem vertrauenswürdigen Freund.

Welche Muster entdeckst du?Auf welche Anzeichen deutet deine Wut hin? Was kannst du jetzt lernen, um in zukünftigen Situationen besser reagieren zu können.

Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Der wichtigste Teil dieser Übung ist, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Wenn du diese negativen, beschämenden Gefühle wieder bemerkst, STOPPE Sie. Atme noch einmal tief durch. Sag dir selbst mitfühlende, freundliche, einfühlsame Worten.

„Ja, ich habe heute meine Coolness verloren. Es ist ein normaler Teil des Lebens. Ich lerne und wachse als Mensch und als Mutter/Vater. Diese Wut zeigte mir, dass ich über meine Grenzen hinausgegangen bin. Jeder Vater/Mutter erlebt diese Situationen! Ich bin deswegen kein schlechter Papa/Mama. Mir ist klar, dass ich auf meinen Körper und auf Warnsignale hören und mich einstellen muss. Das ist nicht einfach, aber ich werde daran arbeiten.“

Wenn du ein Muster identifiziert hast, kannst du daran arbeiten diese Energie in etwas positives zu verwandeln. Nicht ungeduldig sein, nur ein Schritt nach dem anderen, eine Interaktion nach der anderen.

Du siehst also, Emotionen, Wut und Agression ist nicht nur negativ sondern kann uns auch helfen zu wachsen.


Die Kommentare sind geschlossen.